Forschungsseminar – Theater der Unterdrückten als Forschungsmethode

Unsere Forschungsgruppe führt aktuell ein szenisches Forschungsprojekt mit Jugendlichen der Polytechnischen Schule im Zentrum durch. Der Workshop wird sich mit den Vorzügen, Problemen und der praktischen Umsetzung des Einsatzes von partizipatorischem Theater als transdisziplinäre wissenschaftliche Forschungsmethode beschäftigen. Aus der gemeinsamen Erfahrung und der Praxis des Forschungsteams werden wir folgende Punkte aufgreifen:

-Wie nähern wir uns Forschungspartner_innen, welche Probleme tauchen bei Verweigerungen oder Nicht-Partizipation auf?

-Wie schaffen wir einen gemeinsamen Theaterraum als Forschungsraum, der strukturelle Zwänge sozialer Verhältnisse ausschließt?

-Wie lassen sich die Klippen zwischen theoretischen Konzepten und der konkreten Forschungspraxis überwinden? Welche Formen der Selbstreflexion stehen zur Verfügung? Wie lässt sich ein theoretisch ausgearbeiteter Zugang mit dem Primat einer gemeinsam mit den Forschungspartner_innen entwickelten Fragestellung im Spannungsverhältnis zwischen theoriegeleiteter und partizipatorischer Forschung vereinbaren?

-Welche Möglichkeiten der Dokumentation stehen zur Verfügung, welche forschungsethischen Aspekte stellen sich diesbezüglich? Welche Vor- und Nachteile haben Methoden der Selbstdokumentation der Forschungspartner_innen?

Wir werden zur Bearbeitung dieser Fragen vor allem die Methoden Augusto Boals bzw. des Theaters der Unterdrückten selbst einsetzen, primär in Form eines Zeitungstheaters, das direkt aus unserer “Forschungswerkstätte kommt.

Über Bianca Schellander, Daniela Berger, Angela Reiter, Gregor Seidl, Joschka Köck

Wir sind eine Gruppe von Studierenden, die aktuell im Rahmen des Forschungsseminars ‘Change’ bei Birgit Fritz und Gerald Faschingeder am Institut für Internationale Entwicklung besuchen.

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