Wissensproduktion als asymmetrische Praxis?

Kritische Perspektiven auf Beziehungen zwischen Forschenden und Beforschten

Im Rahmen dieses Workshops möchten wir uns gemeinsam mit den Teilnehmenden mit dem Themenfeld der Beziehungen zwischen Forschenden und Beforschten beschäftigen. Einerseits soll es um die kritische Auseinandersetzung mit der Konzeptualisierung dieser Beziehung in hegemonialen Vorstellungen von Forschung, Gestaltung des Forschungsprozesses, Wissensproduktion, etc. gehen. Andererseits wollen wir Möglichkeiten erarbeiten, wie diese Beziehungen anders, beispielsweise weniger asymmetrisch und stärker partizipativ, gestaltet werden können. In Prozessen der Wissensproduktion wird dieses Themenfeld von Forschenden (zu) selten bewusst reflektiert, womit gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse in der Beziehung zwischen Forschenden und Beforschten reproduziert werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, inwiefern die Asymmetrie, die sich aus dem Verhältnis Forschende-Beforschte ergibt, überhaupt überwunden werden kann.

Über Mariam

Mariam studiert Soziologie und Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Derzeit befasst sie sich mit Ideen, die sich als scheinbare Normalität festigen, und mit möglichen Gegenbildern, die diese herausfordern. Im Zuge ihres Studiums hat sie sich mit Konzepten der Repräsentation, der Konstruktion des „Anderen“ und der machtvollen Positionierung von Subjekten außerhalb des konstruierten „Selbst“, auseinandergesetzt. Für die Zukunft hofft sie, partizipative Räume für Personen, die sich nicht in das dominante „wir“ verorten, mitgestalten zu können.

Über Clara

Clara studiert Internationale Entwicklung und Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Gerne hinterfragt sie vermeintliche Gewissheiten, insbesondere jene, die im Rahmen der Wissenschaften existieren und, die sich zu oft hinter vage definierten Begriffen wie Objektivität und Methodik in Sicherheit wiegen. Große Teile ihres Studiums widmet sie daher der Auseinandersetzung mit akademischer Wissensproduktion – als geschichtlich und gesellschaftlich verwurzelten Praxen – und den Möglichkeiten diese aus ihrem Elfenbeinturm zu befreien.

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