Fair Trade – ein kontroverses Konzept

Aufgrund der zahlreichen AkteurInnen und Organisationen im Fairen Handel haben sich mit der Zeit verschiedene Definitionen zu dem Konzept entwickelt und es besteht eine große Vielfalt an praktischen Aktivitäten und Programmen. Die Bewegung, die in Form von Wohltätigkeitsorganisationen begann, welche sich als Gegner des konventionellen Marktes sahen, entwickelte sich über die Zeit zu einem Teil des Mainstreams. Produkte des Fairen Handels findet man nicht nur in Weltläden, sondern auch in Supermärkten und Discountern. Viele multinationale Unternehmen haben Produktschienen mit dem Fairtrade-Gütesiegel. Während von vielen diese Entwicklung begrüßt wird, da die Steigerung der Mengen und des Bekanntheitsgrades den ProduzentInnen zugutekommen soll, befürchten andere dass der zunehmende Einfluss dieser marktorientierten Akteure die Grundsätze und die Ziele des Fairen Handels gefährdet. Daher stellt sich die Frage: Wo steht Fair Trade heute? Welche Akteure, konzeptionellen Auslegungen und Kontroversen gibt es innerhalb der Bewegung für Fairen Handel?

Es soll ein Überblick über die Entstehungsgeschichte von Fair Trade geben werden und der Versuch unternommen werden, die Bewegung in ihrer heutigen Vielfalt mit ihren Divergenzen und Widersprüchen darzustellen.

Über Nora

Ich studiere seit vier Jahren Internationale Entwicklung in Wien und arbeite seit 2012 ehrenamtlich in Weltläden. Im Rahmen dieser Tätigkeit war ich letztes Jahr zwei Wochen mit der EZA GmbH auf einer Reise nach Guatemala und Honduras zu vier ihrer Produzentenorganisationen.

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